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Die Umweltplakette sorgt für saubere Innenstädte

Die meisten Städte Deutschlands wurden zu Umweltzonen, als man 2008 die Feinstaubplakette einführte und somit eine klare Regulierung schuf, welche Fahrzeuge in die Innenstadt fahren dürfen und welche nicht. Die Stickstoffoxid- und Feinstaubbelastung sollte damit signifikant gesenkt werden.

Aus welchem Grund wurde die Umweltplakette eingeführt?

Die Stickstoffoxid- und Feinstaubbelastung nahm in den Ballungsgebieten deutscher Städte immer weiter zu, weshalb die „Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes“ eingeführt wurde. Seit dem Jahr 2007 dürfen Fahrzeuge nur noch dann in die Innenstädte bzw. Umweltzonen einfahren, wenn sie über die entsprechende Klassifizierung verfügen. 2008 folgte dann die Umweltplakette, um die Schadstoffgruppe des jeweiligen Fahrzeugs auch nach außen optisch erkennbar zu platzieren.

Folgende Schadstoffklassen sind möglich:

Klasse 4: Grün – Einfahrt in alle Umweltzonen ohne Einschränkung

  • Gilt für Benziner und Diesel der Schadstoffgruppe 4

Diese Schlüsselnummern bekommen Schadstoffklasse 4:

  • Benziner: 01, 02, 14, 16, 18-75, 77
  • Diesel: 32, 33, 38, 39, 43, 53, 55-59, 60-70, 73-75

Klasse 3: Gelb – Einfahrt in nahezu alle Umweltzonen

  • Gilt für Dieselfahrzeuge in der Schadstoffgruppe 3
  • Berlin und Hannover lassen nur Fahrzeuge mit grüner Plakette zu

Diese Schlüsselnummern bekommen Schadstoffklasse 3:

  • Diesel: 30-31, 36, 37, 42, 44-52, 72

Klasse 2: Rot – Einfahrt nur in sehr wenige Umweltzonen

  • Gilt für Dieselfahrzeuge in der Schadstoffgruppe 2

Diese Schlüsselnummern bekommen Schadstoffklasse 2:

  • Diesel: 25-29, 35, 41, 71

Keine Feinstaubplakette

Fahrzeuge mit der folgenden Schlüsselnummer erhalten keine Plakette und dürfen in keine Umweltzone einfahren.

  • Benziner: 00, 03-13, 15, 17, 88, 98
  • Diesel: 0-24, 34, 40, 77, 88, 98

Diesen Fahrzeugen ist das Befahren aller Umweltzonen untersagt.

Fahren ohne Feinstaubplakette kann teuer werden

Wer ohne Feinstaubplakette in Umweltzonen einfährt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Seit dem 01.04.2013 ist die Prüfung der Umweltplakette bei parkenden Fahrzeugen Kontrollgegenstand. Der Verstoß gegen die Verordnung wird mit einem Bußgeld von 80 Euro bestraft. Punkte in Flensburg bekommt man seit der Neuregelung im Mai 2014 nicht mehr.

Die Plakette muss innen rechts an der Scheibe gut sichtbar befestigt werden, um jederzeit eine einfache Kontroller zu ermöglichen. Nicht nur das Fahren, sondern auch das Parken ist ohne Umweltplakette bzw. die geforderte Klasse verboten.

Einige Städte bestimmten die Höhe des Bußgeldes individuell

Die Stadt Köln hat beispielsweise festgelegt, dass Halter von Fahrzeugen, die eigentlich die grüne Plakette bekommen würden, diese aber nicht am Fahrzeug mitführen, lediglich ein Verwarngeld von 30 Euro bezahlen müssen.

Wo bekommt man die Umweltplakette und was kostet sie?

Sie als Fahrzeughalter können die Feinstaubplakette bei den folgenden Institutionen kaufen:

  • TÜV
  • Dekra
  • KFZ Zulassungsstellen
  • Bürgerbüros
  • Online

Der Preis variiert hierbei je nach Bundesland und Ausführung der Plakette. In der einfachsten Variante, wo das Kennzeichen von Hand mit einem wasserfesten Stift eingetragen wird, liegt der Preis zwischen 5 und 12 Euro. Wenn Sie die Plakette bei einem Online Dienst bestellen, müssen Sie mit Kosten zwischen 10 und 20 Euro rechnen, bekommen dafür aber eine Ausführung mit maschinengedrucktem Kennzeichen.

Warum beginnen die Schadstoffklassen bei 2?

Wie Ihnen sicherlich aufgefallen ist, beginnen die Schadstoffklassen bei 2. Dies hat den einfachen Grund, dass eine Plaåkette mit der Schadstoffklasse 1 keinen Sinn machen würde. Die Einfahrt in eine Umweltzone ist damit grundsätzlich verboten, weshalb eine Feinstaubplakette in der Klasse 1 einem Fahrzeug ohne Feinstaubplakette gleichzusetzen wäre.

Zur 1. Schadstoffklasse gehören Fahrzeuge mit Otto Motor und ohne geregelten Katalysator, sowie Dieselfahrzeuge nach Euro 1 Norm oder schlechter.

Sollte man ein Fahrzeug mit einer roten Umweltplakette besser verkaufen?

Natürlich muss ein Fahrzeug, welches lediglich zur Schadstoffklasse 2 gehört und daher eine rote Umweltplakette erhält, nicht zwingend verkauft werden. Einige Umweltzonen lassen die Einfahrt auch mit roter Plakette zu. Trotzdem ist man sehr eingeschränkt und muss häufig mit einem Bußgeld rechnen, wenn man in Städte einfahren möchte, die ausschließlich Fahrzeuge mit grüner oder mindestens gelber Plakette zulassen.

Es besteht zwar grundsätzlich die Möglichkeit, ein Dieselfahrzeug mit einem modernen Partikelfilter ausrüsten zu lassen, jedoch bringt dieser Aufwand nicht den gewünschten Erfolg. Fahrzeuge der Klasse 2, können dadurch nur Klasse 3 erreichen und führen damit die gelbe Plakette. Somit ist die Einfahrt in gerade einmal 2 von 50 Umweltzonen möglich. Die Umrüstung lohnt sich nur für Dieselfahrzeuge der Klasse 3, da diese durch den Einbau des Partikelfilters in die Klasse 4 aufrücken können. Diese bedeutet freie Fahrt in alle Umweltzonen.

Um sich frei in allen Städten Deutschlands bewegen zu können, sollte man sein Fahrzeug mit roter Umweltplakette verkaufen. Ältere Pkw in Schadstoffklasse 2 und 3 werden häufig und gern für den Export aufgekauft, da es in anderen Ländern keine Umweltzonen gibt und die Fahrzeuge dort ohne Probleme betrieben werden dürfen.

Die Umweltplakette – Mehr oder weniger erfolgreich

Auch wenn die Umweltplakette ein guter Ansatz ist, konnte bislang nicht nachgewiesen werden, dass die Stickstoffoxid und Feinstaubbelastung dadurch zurückgegangen ist. Weitere Faktoren wie Industrie und Wohnraumheizungen tragen ebenfalls zur Luftverschmutzung bei. Aus diesem Grund wird die Feinstaubplakette von vielen Seiten sehr kritisch betrachtet. Fakt ist jedoch, dass Sie stets die richtige Plakette für Ihr Fahrzeug mitführen müssen, um Bußgeldern aus dem Weg zu gehen.

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